Die Kunst anzufangen

Kennst du das? Du hast eine gute Idee, aber der Anfang erfolgt nie? – Viele Menschen sind absolute Spezialisten im Aufschieben.

Woher kommt das?

Eine der Hauptausreden, der Grund, warum man nicht einmal wenigstens den Anfang gemacht und es ausprobiert hat, ist die «Ausrede»: „Ich bin noch nicht gut genug vorbereitet, ich brauch noch mehr Informationen, damit ich’s perfekt machen kann!“

Also entscheiden wir uns oft, besser noch ein Buch mehr zu lesen, nochmals zehn Leute fragen, noch ein paar Tage, Wochen, Monate, Jahre recherchieren. Und wenn’s mir nicht gerade angeblich noch an Informationen gefehlt hat, dann an Inspiration: „Ich lese nur noch schnell ein Buch über Motivation!“

Es gibt da ein Zitat von Derek Sivers, der eine Independent-Musik-Online-Plattform aufgebaut und inzwischen verkauft hat:

„Wenn Information allein die Antwort wäre,
wären wir alle Milliardäre mit Sixpacks.“

Die gute Nachricht ist: wir sind nicht ganz allein mit der Herausforderung. Viele von uns sind der Aufschieberitis verfallen und konsumieren lieber, anstelle wirklich etwas anzupacken. Natürlich ist es einfacher zu davon träumen, was das für ein tolles Leben wird, wenn ich dann mal….

  • meinen Arsch hochbekomme
  • die ganzen Tipps umsetze
  • meine Ziele erreiche
  • und und und

… das allein fühlt sich nämlich auch schon ganz gut an.

Das Problem ist, dass Information und vor allem Inspiration zur Ersatzbefriedigung werden kann. Mit der Ersatzbefriedigung ist’s dann wie vom Geschmack einer köstlichen Frucht oder einer prachtvollen Portion Pommes zu lesen, anstelle der Köstlichkeit selbst im Mund zu haben.

Im Innersten wissen wir das alle, doch warum setzen wir es nicht um?

Ursache des Aufschiebens

Heute weiss man, dass nicht Faulheit oder mangelnde Selbstdisziplin das Problem hinter dem Aufschieben ist (oder nicht nur), sondern: Angst.

  • Angst Fehler zu machen, aus- oder belächelt zu werden
  • Angst, zu versagen (was sagen dann die Anderen)
  • Angst vor dem Unbekannten. Was kommt da denn auf mich zu, wenn ich auf einmal erfolgreich bin
  • Angst vor den Konsequenzen, wenn es gut läuft.
  • Angst ….

Und all die Angst blockiert uns und wir suchen Wege, uns dem erst gar nicht zu stellen.

Die Lösung, mit kleinen Schritten weit kommen

Ursache dieser Angst und des Zögerns ist vor allem eins, und das kennen die meisten, die es betrifft.

Wir schauen uns unser Projekt an und machen uns für jeden Schritt schon Gedanken und sehen Probleme und suchen Lösungen. Oder anders gesagt; wir nehmen uns (in Gedanken) zu viel auf einmal vor – qualitativ und quantitativ. Wir brauchen Energie, um unter anderem Lösungen zu finden, für Probleme, die vielleicht so, gar nie kommen. Die Folge davon: wir brennen oft aus, ohne dass es vorher auch nur einen einzigen Funken gegeben hätte, bevor wir überhaupt irgendwas getan haben – ich nenne das einen „Denk-Burnout“.

Die Frage, die sich stellt: wieso nicht einfach mal loslegen’ Wieso nicht einfach mal anfangen und dann sehen was kommt und erst dann reagieren? Wie heisst es so schön? «Auch der längste Weg wird kürzer, nachdem der erste Schritt getan wurde.»

Also wieso nicht einfach unser Vorhaben Schritt für Schritt umsetzen und angehen?

Dabei kann ein einziger Schritt, über den wir gar nicht zu viel nachdenken müssen, der Beginn von etwas Grossem sein. Also meine Frage an dich: welchen Schritt machst du heute um morgen Erfolg Reich zu Sein?

Die Kunst anzufangen
Teilen ist doppelte Freude:
Tagged on: